Aktivistin, Denkerin „ohne Geländer“ – berühmt wurde Hannah Arendt mit ihrer Studie zur Entstehung totalitärer Herrschaft, umstritten ist sie für ihre Diagnose der „Banalität des Bösen“. Sie schrieb über die Katastrophen des 20. Jahrhunderts und scheint doch direkt zu uns im Hier und Jetzt zu sprechen. Ihr Leben war geprägt von der Erfahrung des Hitlerfaschismus und der Unfassbarkeit des Holocaust. Als Frau und als Jüdin, als Staatenlose und Widerstandskämpferin, als Fluchthelferin und als Intellektuelle arbeitete sie unermüdlich daran, die Welt, die sie liebt, zu verstehen. Der Film ist eine ergreifende Nacherzählung dieses Lebens- und Denkwegs. Wir erfahren, wie sie historische Ereignisse und Prozesse wahrgenommen und durchdacht, wie sie geliebt und gezweifelt hat. Die Schauspielerin Nina Hoss verleiht Arendts Essays, Briefen und Gedichten ihre Stimme. Atmosphärische Archivaufnahmen zeigen uns die Welt zwischen Königsberg und New York, wie Hannah Arendt sie selbst gesehen haben mag.
D, USA 2025 / R: J. Bieber & C. Gazit / 86 Min.
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